Steam Prüfung: Valve braucht bis zu 12 Werktage und verschärft die Regeln
Zitat von PixNews am 04/11/2026, 14:53 UhrWer in den letzten Wochen auf ein neues Indie-Spiel gewartet hat, das dann doch nicht pünktlich auf Steam erschien, kennt jetzt den Grund. Valve hat offiziell bestätigt, dass die Steam Prüfung von Spielen und Store-Seiten aktuell deutlich länger dauert als üblich. Statt der gewohnten drei bis fünf Tage brauchen die Prüfer derzeit bis zu zwölf Werktage. Gleichzeitig verschärft Valve in Valve Steamworks die Checkliste für Entwickler. Wir fassen zusammen, was sich ändert und was das für euch als Spieler bedeutet.
Steam Prüfung dauert bis zu 12 Werktage
Laut einem neuen Beitrag in Steamworks, über den unter anderem The Verge berichtet, verzeichnet Valve „einen deutlichen Anstieg an Einreichungen für die Prüfung von Store-Seiten und Builds in den letzten Monaten“. Man sei „ein wenig im Rückstand“. Normalerweise testet Valve jeden eingereichten Build innerhalb von drei bis fünf Tagen. Aktuell kann das bis zu zwölf Werktage dauern, also rund zweieinhalb Wochen.
Den größten Teil der Verzögerung erklärt Valve mit erneuten Prüfungen. Viele Spiele fallen beim ersten Durchgang wegen einfacher technischer Fehler durch, müssen nachgebessert und dann ein zweites Mal geprüft werden. Das kostet Zeit auf beiden Seiten und verlängert die Warteschlange für alle anderen.
Steam Release verschoben: Indie-Entwickler warten wochenlang
Für kleine Studios hat der Stau handfeste Folgen. Mehrere Indie-Entwickler berichteten im Oktober in sozialen Netzwerken, dass ihre Freigabe zwei bis drei Wochen oder länger auf sich warten ließ. Laut PC Gamer gehören etwa die Teams hinter Food Devils, Wheel Make It und Cubic Earth dazu, die teils bis zu 20 Tage ohne Antwort blieben. Einige Spiele haben deshalb ihren geplanten Starttermin verpasst. Ein Steam Release verschoben wegen einer Prüfung, das ist für kleine Teams besonders bitter: Marketing, Streamer-Termine und Pressemitteilungen sind meist fest auf einen Tag geplant.
Valve selbst empfiehlt in seiner Dokumentation, eine Store-Seite mindestens sieben Werktage vor dem gewünschten Start zur Prüfung einzureichen. Mit den aktuellen Wartezeiten reicht dieser Puffer aber oft nicht mehr aus.
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Neue Checkliste in Valve Steamworks
Damit weniger Builds zurückgeschickt werden, ergänzt Valve die Release-Checkliste um mehrere Pflichtpunkte. Die wichtigsten Änderungen im Überblick:
- Mindestens fünf Minuten über Steam spielen: Entwickler müssen ihr Spiel vor der Einreichung selbst über den Steam-Client starten und testen
- Achievements prüfen: Errungenschaften müssen fertig eingerichtet sein und funktionieren
- Zusatzprogramme bestätigen: benötigte Pakete wie DirectX oder Visual C++ müssen angegeben werden, damit Steam sie korrekt mitinstalliert
- Cloud-Speicherstände: die Pfade für Steam Cloud müssen richtig konfiguriert sein
- Screenshots einordnen: Bilder auf der Store-Seite werden künftig als Gameplay, Menü, Konzeptgrafik oder Zwischensequenz gekennzeichnet
Besonders der erste Punkt sorgt für Kopfschütteln. Valve schreibt sinngemäß: „Ob ihr es glaubt oder nicht, manchmal prüfen wir Builds, die nie über Steam gespielt wurden.“ Selbst wenn ein Spiel beim direkten Start der Programmdatei sauber läuft, können dabei Schritte fehlen, die beim Installieren über Steam nötig sind. Weitere Verbesserungen am Prüfprozess sollen folgen.
Warum gibt es so viele neue Spiele auf Steam?
Einen Grund für die Flut nennt Valve nicht direkt. Viele Entwickler vermuten aber generative KI dahinter. Laut Kotaku erschienen bis Mitte Oktober 2026 bereits mehr Spiele auf Steam als im gesamten Jahr 2025. Allein im Oktober kamen rund 4.000 neue Titel hinzu, und fast die Hälfte davon gab an, KI-generierte Inhalte zu nutzen. Viele dieser Projekte entstehen sehr schnell und werden offenbar ohne gründlichen Test eingereicht. Genau solche Builds dürften bei der ersten Prüfung scheitern und den Stau verlängern.
Was bedeutet der Steam-Prüfstau für Spieler?
Für euch heißt das vor allem: Rechnet bei kleineren Spielen in den nächsten Wochen öfter mit kurzfristigen Verschiebungen. Große Publisher haben meist direkte Ansprechpartner bei Valve und sind weniger betroffen. Wer bestimmte Indies im Blick behält, sollte Wunschliste und Ankündigungen der Entwickler im Auge behalten. Praktisch dafür ist der neue persönliche Kalender von Steam. Wie wichtig ein sauberer Start auf Steam ist, hat zuletzt etwa SULFUR mit seinem 1.0-Release gezeigt, und auch große Updates wie Factorio 2.1 laufen über denselben Build-Prozess.
Unsere Einschätzung
Dass Valve das Problem offen anspricht, ist ein gutes Zeichen. Die neue Checkliste ist eigentlich selbstverständlich, sollte aber helfen, die Zahl der Nachprüfungen zu senken. Langfristig wird Valve trotzdem mehr Personal oder bessere Werkzeuge brauchen, wenn die Zahl der Einreichungen weiter so steigt. Leidtragende sind sonst genau die ehrlichen Indie-Entwickler, die monatelang an ihrem Spiel gearbeitet haben.
Habt ihr selbst schon erlebt, dass ein Spiel auf eurer Wunschliste kurzfristig verschoben wurde? Erzählt es uns gern im Forum auf pixgame.de.
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Wer in den letzten Wochen auf ein neues Indie-Spiel gewartet hat, das dann doch nicht pünktlich auf Steam erschien, kennt jetzt den Grund. Valve hat offiziell bestätigt, dass die Steam Prüfung von Spielen und Store-Seiten aktuell deutlich länger dauert als üblich. Statt der gewohnten drei bis fünf Tage brauchen die Prüfer derzeit bis zu zwölf Werktage. Gleichzeitig verschärft Valve in Valve Steamworks die Checkliste für Entwickler. Wir fassen zusammen, was sich ändert und was das für euch als Spieler bedeutet.
Steam Prüfung dauert bis zu 12 Werktage
Laut einem neuen Beitrag in Steamworks, über den unter anderem The Verge berichtet, verzeichnet Valve „einen deutlichen Anstieg an Einreichungen für die Prüfung von Store-Seiten und Builds in den letzten Monaten“. Man sei „ein wenig im Rückstand“. Normalerweise testet Valve jeden eingereichten Build innerhalb von drei bis fünf Tagen. Aktuell kann das bis zu zwölf Werktage dauern, also rund zweieinhalb Wochen.
Den größten Teil der Verzögerung erklärt Valve mit erneuten Prüfungen. Viele Spiele fallen beim ersten Durchgang wegen einfacher technischer Fehler durch, müssen nachgebessert und dann ein zweites Mal geprüft werden. Das kostet Zeit auf beiden Seiten und verlängert die Warteschlange für alle anderen.
Steam Release verschoben: Indie-Entwickler warten wochenlang
Für kleine Studios hat der Stau handfeste Folgen. Mehrere Indie-Entwickler berichteten im Oktober in sozialen Netzwerken, dass ihre Freigabe zwei bis drei Wochen oder länger auf sich warten ließ. Laut PC Gamer gehören etwa die Teams hinter Food Devils, Wheel Make It und Cubic Earth dazu, die teils bis zu 20 Tage ohne Antwort blieben. Einige Spiele haben deshalb ihren geplanten Starttermin verpasst. Ein Steam Release verschoben wegen einer Prüfung, das ist für kleine Teams besonders bitter: Marketing, Streamer-Termine und Pressemitteilungen sind meist fest auf einen Tag geplant.
Valve selbst empfiehlt in seiner Dokumentation, eine Store-Seite mindestens sieben Werktage vor dem gewünschten Start zur Prüfung einzureichen. Mit den aktuellen Wartezeiten reicht dieser Puffer aber oft nicht mehr aus.
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Neue Checkliste in Valve Steamworks
Damit weniger Builds zurückgeschickt werden, ergänzt Valve die Release-Checkliste um mehrere Pflichtpunkte. Die wichtigsten Änderungen im Überblick:
- Mindestens fünf Minuten über Steam spielen: Entwickler müssen ihr Spiel vor der Einreichung selbst über den Steam-Client starten und testen
- Achievements prüfen: Errungenschaften müssen fertig eingerichtet sein und funktionieren
- Zusatzprogramme bestätigen: benötigte Pakete wie DirectX oder Visual C++ müssen angegeben werden, damit Steam sie korrekt mitinstalliert
- Cloud-Speicherstände: die Pfade für Steam Cloud müssen richtig konfiguriert sein
- Screenshots einordnen: Bilder auf der Store-Seite werden künftig als Gameplay, Menü, Konzeptgrafik oder Zwischensequenz gekennzeichnet
Besonders der erste Punkt sorgt für Kopfschütteln. Valve schreibt sinngemäß: „Ob ihr es glaubt oder nicht, manchmal prüfen wir Builds, die nie über Steam gespielt wurden.“ Selbst wenn ein Spiel beim direkten Start der Programmdatei sauber läuft, können dabei Schritte fehlen, die beim Installieren über Steam nötig sind. Weitere Verbesserungen am Prüfprozess sollen folgen.
Warum gibt es so viele neue Spiele auf Steam?
Einen Grund für die Flut nennt Valve nicht direkt. Viele Entwickler vermuten aber generative KI dahinter. Laut Kotaku erschienen bis Mitte Oktober 2026 bereits mehr Spiele auf Steam als im gesamten Jahr 2025. Allein im Oktober kamen rund 4.000 neue Titel hinzu, und fast die Hälfte davon gab an, KI-generierte Inhalte zu nutzen. Viele dieser Projekte entstehen sehr schnell und werden offenbar ohne gründlichen Test eingereicht. Genau solche Builds dürften bei der ersten Prüfung scheitern und den Stau verlängern.
Was bedeutet der Steam-Prüfstau für Spieler?
Für euch heißt das vor allem: Rechnet bei kleineren Spielen in den nächsten Wochen öfter mit kurzfristigen Verschiebungen. Große Publisher haben meist direkte Ansprechpartner bei Valve und sind weniger betroffen. Wer bestimmte Indies im Blick behält, sollte Wunschliste und Ankündigungen der Entwickler im Auge behalten. Praktisch dafür ist der neue persönliche Kalender von Steam. Wie wichtig ein sauberer Start auf Steam ist, hat zuletzt etwa SULFUR mit seinem 1.0-Release gezeigt, und auch große Updates wie Factorio 2.1 laufen über denselben Build-Prozess.
Unsere Einschätzung
Dass Valve das Problem offen anspricht, ist ein gutes Zeichen. Die neue Checkliste ist eigentlich selbstverständlich, sollte aber helfen, die Zahl der Nachprüfungen zu senken. Langfristig wird Valve trotzdem mehr Personal oder bessere Werkzeuge brauchen, wenn die Zahl der Einreichungen weiter so steigt. Leidtragende sind sonst genau die ehrlichen Indie-Entwickler, die monatelang an ihrem Spiel gearbeitet haben.
Habt ihr selbst schon erlebt, dass ein Spiel auf eurer Wunschliste kurzfristig verschoben wurde? Erzählt es uns gern im Forum auf pixgame.de.
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Zitat von Mara am 04/11/2026, 15:36 UhrUff, zwölf Werktage sind für kleine Teams echt hart 😬 Gerade wenn der Starttermin schon mit Streamern und Presse abgesprochen ist und dann einfach nichts passiert. Ich hab mich bei einem Indie auf meiner Wunschliste letztens auch gewundert, warum der Release plötzlich still und heimlich nach hinten gerutscht ist. Jetzt ergibt das irgendwie Sinn.
Dass ein großer Teil davon an Builds hängt, die wegen simpler Fehler zurückkommen, finde ich aber fast schon beruhigend. Klingt eher nach Wachstumsschmerzen als nach Absicht, und die strengere Checkliste hilft am Ende vielleicht beiden Seiten.
Mich würde interessieren, ob ihr das als Spieler überhaupt merkt. Achtet ihr bei kleinen Spielen auf den Release-Tag, oder schaut ihr eh erst rein, wenn's ein paar Reviews gibt? Ich bin ehrlich gesagt eher Typ "erst mal abwarten" 🙈
Uff, zwölf Werktage sind für kleine Teams echt hart 😬 Gerade wenn der Starttermin schon mit Streamern und Presse abgesprochen ist und dann einfach nichts passiert. Ich hab mich bei einem Indie auf meiner Wunschliste letztens auch gewundert, warum der Release plötzlich still und heimlich nach hinten gerutscht ist. Jetzt ergibt das irgendwie Sinn.
Dass ein großer Teil davon an Builds hängt, die wegen simpler Fehler zurückkommen, finde ich aber fast schon beruhigend. Klingt eher nach Wachstumsschmerzen als nach Absicht, und die strengere Checkliste hilft am Ende vielleicht beiden Seiten.
Mich würde interessieren, ob ihr das als Spieler überhaupt merkt. Achtet ihr bei kleinen Spielen auf den Release-Tag, oder schaut ihr eh erst rein, wenn's ein paar Reviews gibt? Ich bin ehrlich gesagt eher Typ "erst mal abwarten" 🙈
